Gentrifizierung: Der Kiez als Arena

Wer sich in den letzten Jahren mit Urbanität und Stadtentwicklung beschäftigt hat, wird über dieses Wort schon einmal gestolpert sein: Gentrification. Übersetzt mit Gentrifizierung steht es für einen Prozess, der Aufwertung und Verdrängung in Stadtvierteln beschreibt. „County Gentry“ wurde einst der englische Landadel genannt, der mit der Industrialisierung in urbanen Grundbesitz investierte und auf diese Art und Weise „den sozialen und politischen Führungsanspruch“ gegenüber dem städtischen Proletariat manifestierte.1 Gentrifizierung ließe sich auch als Verneureicherung, Eigenheimisierung oder eine moderne Art der Kolonisation des Städtischen, im Sinne einer Nutzbarmachung, verstehen. Nützlich ist der Prozess für jene, die beabsichtigen das Urbane zu verwerten. Wohnraum, Produktionsstädten und deren Mietende werden als Variablen in eine Rechnung aufgenommen, deren Renditen vielversprechend erscheinen.

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  1. Weisbrod, Bernd (1990): Sklaverei in der modernen Geschichte, S. 238. []

Hier entsteht ein Webblog zu den Themen Stadtentwicklung und Rassismus

Während der Beschäftigung mit urbaner Transformation, Stadtentwicklungspolitik und Variationen von Rassismus innerhalb eines Studiums der Soziologie an der Universität Hamburg erzählte ein in Mannheim lebender Freund vom Stadtteil Jungbusch. Er fragte, ob zum Stadtteil geforscht werden könne. Daher entsteht hier nun ein aus den Ergebnissen einer Forschungsreise im März 2014 erstellter Webblog mit einigen Beiträgen zu den Themen Stadtentwicklung und Rassismus. Dabei wird sowohl die Historie des Stadtteils aufgegriffen, wie auch eine Bestandsaufnahme angefertigt. Dazu werden verschiedene Praxisbeispiele aus dem Feld Jungbusch in diese Arbeit einfließen. Theoretische Anknüpfungspunkte zu Entwicklungen andernorts sollen zu möglichen Erklärungen der Veränderungen vor Ort verhelfen.

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