Da ist doch was im Busch: Rassifizierung im Quartier

In der Auswertungsphase wurde das gesammelte Material aus der Erkundungsphase an Hand der lose entwickelten Forschungsfragen untersucht: Kann im Jung­busch Gen­tri­fi­zie­rung ver­or­tet wer­den? Kön­nen im Jung­busch For­men von Ras­sis­mus loka­li­siert wer­den? Gibt es Anknüp­fungs­punkte zwi­schen urba­nen Auf­wer­tungs­dy­na­mi­ken und Bei­spie­len für Ras­si­fi­zie­rung? Im weiteren Verlauf von GENTRIFIJUNGBUSCH wird auf wissenschaftliche Forschung zum Jungbusch, Interviews, Beobachtungen und das kartographische Material zurückgegriffen.

Zunächst wurden in diesem Beitrag erste Indizien für Rassifizierung im Jungbusch dem Bericht über die Arbeit des Quartiermanagement (Wohnen, Arbeiten und Leben am Fluss [2010]) entnommen und hier zusammengefasst. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich zuvor mit Indizien für Gentrifizierung im Bericht.

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Da ist doch was im Busch: Gentrifizierung im Quartier

In der Auswertungsphase wurde das gesammelte Material aus der Erkundungsphase an Hand der lose entwickelten Forschungsfragen untersucht: Kann im Jung­busch Gen­tri­fi­zie­rung ver­or­tet wer­den? Kön­nen im Jung­busch For­men von Ras­sis­mus loka­li­siert wer­den? Gibt es Anknüp­fungs­punkte zwi­schen urba­nen Auf­wer­tungs­dy­na­mi­ken und Bei­spie­len für Ras­si­fi­zie­rung? Im weiteren Verlauf von GENTRIFIJUNGBUSCH wird auf wissenschaftliche Forschung zum Jungbusch, Interviews, Beobachtungen und das kartographische Material zurückgegriffen.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit ersten Indizien für Gentrifizierung im Jungbusch, die dem Bericht über die Arbeit des Quartiermanagement (Wohnen, Arbeiten und Leben am Fluss [2010]) entnommen und hier zusammengefasst wurden. Der später veröffentliche Artikel zu Rassifizierung im Quartier geht vergleichsweise vor und stellt eine Fortsetzung dieses ersten Teils dar.

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Rassifizierung und Stereotypen: Einer wie alle – alle wie einer?

Eins, da können wir sicher sein, eint alle Rassismen – sie sind falsch. Um sie jedoch an die Oberfläche zu befördern ist eine differenzierte Betrachtungsweise notwendig. Oft haben wir es in Diskussionen über Rassismus mit einer Täter*in/Opferumkehr zu tun, welche das Erkennen von rassistischen Stereotypen im Alltag erschwert. Die rassistisch argumentierende Person (Täter*in) stilisiert sich oder eine vermeintliche Gruppe dabei als Opfer. „Mit der Verbreitung des Erklärungsmusters der desintegrativen ‚Ethnizität‘ hat sich eine alarmistische Sichtweise etabliert, welche dazu tendiert, die Ursache des Rassismus in seinen Opfern zu sehen.“1 ‚Ich bin kein Rassist, ich habe auch ausländische Freunde‘, ‚meinst du ich bin ein Nazi‘ und ‚ohne, dass du das jetzt rassistisch verstehst, aber die…‘ sind nur einige Beispiele dafür. Dabei ist fast jede Person durch rassistische Äußerungen schon einmal Täter*in gewesen. Um Rassismus zu erkennen und zu benennen bedarf es der Reflexion der eigenen Handlungen und des eigenen Umfelds, die Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse und der kritischen Auseinandersetzung mit rassistischen Wissensbeständen innerhalb der Gesellschaft.

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  1. Tsianos, Vassilis S. (2015): S. 57. []