Das Kapital geht den Bach runter

Dieser Artikel beschäftigt sich mit provokantem Titel mit der Aufwertung im Jungbusch. Die Aufwertung im Zuge der Gentrifizierung kann wissenschaftlich durch eine „veränderte Nachfrage“ durch die Bewohner*innen der Stadt sowie als „Folge eines veränderten Angebots“ und damit „Ausdruck veränderter Investitionszyklen“ erfasst werden. Jedoch besteht auch hier, wie bereits im Beitrag (Populär)kultur am Verbindungskanal in Bezug auf kulturelle Phänomene angedeutet, das Problem, dass Aufwertung zumeist von Gentrifizierungsleugner*innen zum „natürlicher Prozess“ erklärt wird.1

Über die Phänomene und sichtbaren Folgen der Gentrification besteht eine weitgehende Einigkeit: modernisierte und neugebaute Wohnungen, steigende Mieten, Umwandlung in Eigentumswohnungen, neue Bewohnerstrukturen sowie eine Veränderung der Einzelhandelsstruktur und die Verwandlung der Stadtteile in eine Bühne expressiver Lebensstile.2

Bei der bisherigen Arbeit an GENTRIFIJUNGBUSCH zeigte sich, dass eine bauliche Aufwertung um so stärker beobachtet werden kann, desto näher die jeweiligen Objekte am Verbindungskanal liegen. Für diesen Beitrag wurde erneut auf Material aus Kartierung zurückgegriffen, um die Wahrnehmung von Aufwertung im städtischen Raum sichtbar zu machen und die eigenen Beobachtungen zu prüfen. Auch bei den Angaben zu Aufwertung handelt es sich um eine subjektive Wahrnehmung der Befragten, weshalb Aufwertung bei der Methodenwahl in einer Kategorie mit „Neubau und Baustelle“ zusammengeführt wurde. Das bedeutet auch, dass die genannten Orte schon während der Erkundung besucht wurden, um auszuschließen, dass es sich z.B. um Baustellen auf Grund von Wasserrohrbrüchen oder ähnlichen Ereignissen handelt.

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  1. Vgl. Holm, And­rej (2013): S. 20f. []
  2. Ebd. []

Protokoll der Erkundung des Verbindungskanals

Am Morgen des 18.03.2014 begann ich mit der Erkundung der Umgebung des Verbindungskanals auf der Seite des Jungbusch in der Hafenstraße. Ich suchte nach Indizien für Gentrifizierung und Rassismus im öffentlichen Raum. Zu Beginn fiel mir die Ecke Hafenstraße / Böckstraße (google Streetview Ansicht) besonders auf. Ich nahm sofort an, dass diese Ecke besonders interessant für die Analyse von Aufwertung und Gentrifizierung sei.

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Da ist doch was im Busch: Rassifizierung im Quartier

In der Auswertungsphase wurde das gesammelte Material aus der Erkundungsphase an Hand der lose entwickelten Forschungsfragen untersucht: Kann im Jung­busch Gen­tri­fi­zie­rung ver­or­tet wer­den? Kön­nen im Jung­busch For­men von Ras­sis­mus loka­li­siert wer­den? Gibt es Anknüp­fungs­punkte zwi­schen urba­nen Auf­wer­tungs­dy­na­mi­ken und Bei­spie­len für Ras­si­fi­zie­rung? Im weiteren Verlauf von GENTRIFIJUNGBUSCH wird auf wissenschaftliche Forschung zum Jungbusch, Interviews, Beobachtungen und das kartographische Material zurückgegriffen.

Zunächst wurden in diesem Beitrag erste Indizien für Rassifizierung im Jungbusch dem Bericht über die Arbeit des Quartiermanagement (Wohnen, Arbeiten und Leben am Fluss [2010]) entnommen und hier zusammengefasst. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich zuvor mit Indizien für Gentrifizierung im Bericht.

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Da ist doch was im Busch: Gentrifizierung im Quartier

In der Auswertungsphase wurde das gesammelte Material aus der Erkundungsphase an Hand der lose entwickelten Forschungsfragen untersucht: Kann im Jung­busch Gen­tri­fi­zie­rung ver­or­tet wer­den? Kön­nen im Jung­busch For­men von Ras­sis­mus loka­li­siert wer­den? Gibt es Anknüp­fungs­punkte zwi­schen urba­nen Auf­wer­tungs­dy­na­mi­ken und Bei­spie­len für Ras­si­fi­zie­rung? Im weiteren Verlauf von GENTRIFIJUNGBUSCH wird auf wissenschaftliche Forschung zum Jungbusch, Interviews, Beobachtungen und das kartographische Material zurückgegriffen.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit ersten Indizien für Gentrifizierung im Jungbusch, die dem Bericht über die Arbeit des Quartiermanagement (Wohnen, Arbeiten und Leben am Fluss [2010]) entnommen und hier zusammengefasst wurden. Der später veröffentliche Artikel zu Rassifizierung im Quartier geht vergleichsweise vor und stellt eine Fortsetzung dieses ersten Teils dar.

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