Das Kapital geht den Bach runter

Dieser Artikel beschäftigt sich mit provokantem Titel mit der Aufwertung im Jungbusch. Die Aufwertung im Zuge der Gentrifizierung kann wissenschaftlich durch eine „veränderte Nachfrage“ durch die Bewohner*innen der Stadt sowie als „Folge eines veränderten Angebots“ und damit „Ausdruck veränderter Investitionszyklen“ erfasst werden. Jedoch besteht auch hier, wie bereits im Beitrag (Populär)kultur am Verbindungskanal in Bezug auf kulturelle Phänomene angedeutet, das Problem, dass Aufwertung zumeist von Gentrifizierungsleugner*innen zum „natürlicher Prozess“ erklärt wird.1

Über die Phänomene und sichtbaren Folgen der Gentrification besteht eine weitgehende Einigkeit: modernisierte und neugebaute Wohnungen, steigende Mieten, Umwandlung in Eigentumswohnungen, neue Bewohnerstrukturen sowie eine Veränderung der Einzelhandelsstruktur und die Verwandlung der Stadtteile in eine Bühne expressiver Lebensstile.2

Bei der bisherigen Arbeit an GENTRIFIJUNGBUSCH zeigte sich, dass eine bauliche Aufwertung um so stärker beobachtet werden kann, desto näher die jeweiligen Objekte am Verbindungskanal liegen. Für diesen Beitrag wurde erneut auf Material aus Kartierung zurückgegriffen, um die Wahrnehmung von Aufwertung im städtischen Raum sichtbar zu machen und die eigenen Beobachtungen zu prüfen. Auch bei den Angaben zu Aufwertung handelt es sich um eine subjektive Wahrnehmung der Befragten, weshalb Aufwertung bei der Methodenwahl in einer Kategorie mit „Neubau und Baustelle“ zusammengeführt wurde. Das bedeutet auch, dass die genannten Orte schon während der Erkundung besucht wurden, um auszuschließen, dass es sich z.B. um Baustellen auf Grund von Wasserrohrbrüchen oder ähnlichen Ereignissen handelt.

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  1. Vgl. Holm, And­rej (2013): S. 20f. []
  2. Ebd. []