Methoden der Empirisierung

Nachbereitungsphase

Während meines Studiums habe ich immer wieder daran gedacht wie sinnbefreit und dilettantisch Bachelorstudiengänge studiert werden können. Auf der Jagd nach Creditpoints begegnen vielen Studierenden Bulimielernen, Täuschungsversuche oder Aufputschmittel um den Anforderungen der Leistungsgesellschaft gerecht zu werden. Dabei ist es eigentlich bei den meisten Arbeiten egal, wer Geschriebenes rezipiert, Hauptsache die Punkte sind im Leistungskonto vermerkt. Ich könnte also meine Zeit am Schreibtisch verbringen, Bücher zusammenfassen, dafür Credits bekommen, um für das nächste Modul wieder am Schreibtisch zu sitzen und die nächste Arbeit zu verfassen. Dies würde dann jeweils eine Person bewerten und wenn dann doch mal jemand nachfragt noch eine weitere Person lesen. Kein Wunder, wenn andere dies als weltfremd, abgehoben oder elitär bezeichnen und viele Studierende daran kaputt gehen, das Studium wieder abbrechen und lieber mit einer praktischen Ausbildung beginnen.

Wie möchte ich nach der Analyse arbeiten

Aus den gerade genannten Gründen habe ich mich dazu entschieden mit dieser Arbeit direkt mit dem Feld in Interaktion zu treten. Zusätzlich können andere an GENTRIFIJUNGBUSCH partizipieren: Lesen, nachdenken, Kommentare schreiben, selbst forschen und wenn sie Lust haben auch Artikel einschicken. Das Impressum verweist darauf, dass dieses Projekt unter einer Crea­tive Com­mons Namens­nen­nung — Nicht-kommerziell — Wei­ter­gabe unter glei­chen Bedin­gun­gen 4.0 Inter­na­tio­nal Lizenz steht. Das hängt damit zusammen, dass ich Wissen schaffen möchte, das andere weiterentwickeln dürfen, können und ausdrücklich sollen. Auch alle hier veröffentlichen Bilder unterliegen dieser Lizenz und sind somit freigegeben für eine nicht-kommerzielle Verwendung, beispielsweise als Hintergrund für einen Aufkleber gegen Gentrifizierung.

Die hier ausführlich vorgestellten Methoden, die eine Kombination während des Studiums erlernter Arbeitstechniken, selbst angeeigneter Arbeitsweisen und neu erprobter Mittel darstellen, können ebenfalls diskutiert und weiterentwickelt werden. Ich sehe also meine Arbeit als kleinen Beitrag dazu, wie sich Stadtteilforschung kritisch betreiben und hübsch präsentieren lässt. Besonders hilfreich war dabei der Tipp die Website umap zu nutzen. Dort stehen verschiedene gespeicherte Karten zur Verfügung und lassen sich im Handumdrehen Marker, Linien und Flächen in beliebigen Farben auf eine Openstreetmap Karte anwenden und in etwa in GENTRIFIJUNGBUSCH einbetten.

Blogging als prozesshaftes Präsentationsmittel von Ergebnissen

Einen Webblog mit WordPress zu erstellen ist nicht schwer. Viele frei verfügbare Blogdesigns eignen sich dazu die Ergebnisse der eigenen Forschung zu präsentieren oder/und die Möglichkeit zu nutzen schon während der Forschung darauf zu verweisen. Eine einfache WordPress Seite (wie diese) lässt sich entweder kostenfrei und ohne Vorkenntnisse mit der Domainendung „.wordpress.com“ erstellen oder kann (wie im Fall von GENTRIFIJUNGBUSCH) mit geringen Vorkenntnissen und für circa 10 € im Jahr auf eigenem Webspace gespeichert und auf eine „.de“ Domain registriert werden. Durch verschiedene Support Foren, zusätzliche Plugins und How-to Erklärungen auf verschiedenen Video-Plattformen ist der Umgang mit WordPress schnell erlernt. Ich verwende beispielhaft Plugins um die Fußnoten zu verwalten, Openstreetmap einzubinden, auf ähnliche Inhalte nach Beiträgen zu verweisen oder unschönen 404-Seiten zu entgehen.

Die Nachbereitungsphase besteht in erster Linie darin aus der Analysephase gewonnene Erkenntnisse in Form von Artikeln zu präsentieren und diese durch Öffentlichkeitsarbeit publik zu machen. Dazu können beispielsweise Veröffentlichungen auf anderen Seiten getätigt, Aufkleber designt oder Accounts in Sozialen Netzwerken genutzt werden. GENTRIFIJUNGBUSCH ist auf twitter, facebook und google+ vertreten, ein Social Media Plugin ermöglicht es Artikel in diesen und weiteren Netzwerken zu teilen. Außerdem lassen sich Beiträge und Kommentare als RSS-Feeds abonieren und so bequem in Reader importieren.

In der Nachbereitungsphase geht es auch darum GENTRIFIJUNGBUSCH weiterhin zu betreuen. Das heißt Kommentare zu moderieren und Anfragen zu bearbeiten. Die Kommentarfunktion bietet auf den Artikelseiten die Möglichkeit Stellung zu nehmen, dem Inhalt des Artikels zu widersprechen oder Anmerkungen zu machen sowie eigene Beobachtungen zu ergänzen. Eventuell finden sich Interessierte, die ihr Recht auf Stadt im Mannheimer Stadtteil Jungbusch einfordern und selbst Artikel auf GENTRIFIJUNGBUSCH veröffentlichen möchten. Dafür bin ich offen und stehe wie für alles weitere unterstützend und zum Kontakt zur Verfügung.

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Um zu der jeweiligen Phase zu gelangen können unten der Reihe nach die Seiten ausgewählt werden oder eine beliebige Phase angeklickt werden:

Einzelnachweise (Es gibt auch eine ausführliche Übersicht der verwendeten Literatur [↩]):