Geeignete Ausrüstung

Die geeignete Ausrüstung hängt von den jeweiligen Vorlieben der Forschenden ab. Zu meiner Forschungsausrüstung gehörten verschiedene Dinge die ich hier beschreiben möchte:

  • Ein Notizbuch und Stifte für Beobachtungen und Interviews,
  • ein Smartphone mit Ersatzakku zur Orientierung und für Kurzrecherchen, Terminabsprachen, Übersetzungen, Notizen und Schnappschüsse,
  • kleine Handkarten des Stadtteils und Farbstifte für kartographische Interviews,
  • eine mittlere Karte zur Orientierung während Gesprächen und Interviews,
  • eine große Übersichtskarte des Jungbusch und angrenzender Stadtteile ergänzt durch bunte Klebezettel, Schnüre und Reißzwecke,
  • eine Digitalkamera mit Schultergurt und eine ausreichend große Speicherkarte sowie ein Stativ für Nachtaufnahmen,
  • ein Laptop für Recherchen in der Unterkunft, zum Zwischenspeichern von Ergebnissen, die Bearbeitung von Bildern, das Verfassen von Texten und für die Erstellung des Webblogs,
  • Literatur zum Nachschlagen und für die methodische Arbeit,
  • Kleingeld für Besorgungen und Zigaretten als Kommunikationsanreiz,
  • ein Rucksack für unterwegs gefundene Materialien,
  • eine Regenjacke und ein Regenschirm zur Fortsetzung der Beobachtung bei schlechtem Wetter,
  • angemessene Kleidung für die jeweilige Situation
  • und kleine Handzettel mit der Webadresse dieser Homepage, meinem Namen und einer Kontaktemailadresse.

Wie bereits erwähnt, plädiere ich für die Nutzung neuer technischer Möglichkeiten bei gleichzeitigem Risikobewusstsein. Das bedeutet: Mit der Digitalkamera Fotos zu machen hilft sich an Orte und Gegebenheiten zu erinnern, sich während der Auswertungsphase Zusammenhänge zu erschließen und veranschaulicht für die Rezipierenden das untersuchte Feld. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte dürfen dabei jedoch nicht in Vergessenheit geraten. Aufnahmen von Praktiken, die der fotografierten Personen Schwierigkeiten bereiten könnten, sind zu unterlassen. Allein der Verdacht reicht aus eine Aufnahme nicht anzufertigen, um das beobachtete Feld gegebenen Falls vor Repression zu schützen. Porträtaufnahmen beispielsweise sind für dieses Projekt nicht nützlich und so wurde auf diese verzichtet. Ungefähre Orts- und Zeitangaben reichen aus, um einen stimmigen Gesamteindruck zu vermitteln. Ton- und Videoaufnahmen sind ebenfalls riskant. Auf diese sollte, wenn nicht unbedingt erforderlich, verzichtet werden. Ausnahmen können hierbei Interviews sein, die zu einem späteren Zeitpunkt transkribiert werden müssen. Hierbei müssen Interviewte vor Aufzeichnungsbeginn über Speicherung und Verwertung der Daten sowie Risiken aufgeklärt werden. Smartphones, Tablets, Digitalkameras und Laptops können also im Bewusstsein der Gefahren sehr hilfreiche Instrumente im Feld sein. Mit ihren Möglichkeiten zur Sichtung von Kartenmaterial, dem Festhalten von Erlebtem und der einfachen Möglichkeit der Übersetzung in nahezu jede Sprache, lassen sich alte Probleme und Barrieren in der qualitativen Sozialforschung lösen oder beseitigen.

Auf die geeignete Ausrüstung wird in der Vor­stel­lung der For­schungs­pha­sen inner­halb des Pro­jekts GENTRIFIJUNGBUSCH auf der Seite Metho­den der Empi­ri­sie­rung näher ein­ge­gan­gen. Wenn du selbst wei­tere Vor­schläge für eine Ausrüstung oder Anmerkungen zum Risiko in der Verwendung hast, die diese Samm­lung ergän­zen, dann nutze bitte die Kom­men­tar­funk­tion. Danke.

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